Baumpflege

 

Pflegeschnitt
Kranke, tote, beschädigte, abgebrochene und reibende Äste werden hier baumschonend entfernt. Schnittstellen über Ø 8cm Durchmesser werden vermieden um einer Schwächung und späteren Fäulnisbildung im Baum vorzubeugen. Das Lichtraumprofil über Straßen und Wegen wird erstellt. Der Stamm, Wurzelanläufe, Gabelungen und Hauptäste werden visuell auf Schwachstellen kontrolliert. Unerwünschte Entwicklungen im Feinastbereich werden korrigiert und Aststummel entfernt.

 

 

Lichtraumprofilschnitt über Straßen und Gehwegen

Vor allem im Sommer, wenn die Bäume Blätter / Früchte tragen kommt es oft vor, dass der gesetzlich vorgeschriebene lichte Raum über den Strassen nicht mehr eingehalten wird. Der nach Strassenverkehrsgesetz geforderte lichte Raum über Straßen beträgt 4,5 Meter, über Gehwegen 2,5 Meter. Bei Bäumen an Straßen wird dieser Schnitt angewendet- und soweit das baumpflegerisch vertretbar ist- auch eingehalten. Ist das Lichtraumprofil einmal nicht mehr ausreichend dann sollte ein Lichtraumprofilschnitt durchgeführt werden, d.h. das notwendige Lichtraumprofil durch Schnitte im Grob- und Schwachast-Bereich wiederhergestellt werden.

Die ZTV-Baumpflege gibt vor allem beim Lichtraumprofilschnitt eine klare Regelung vor: Zur Erhaltung oder Herstellung des Lichtraumprofils können Grob- und Schwachäste eingekürzt oder abgesägt werden. Starkäste sollen nur im notwendigen Maße eingekürzt werden und dürfen nur in begründeten Einzelfällen vollständig entfernt werden. Dass Starkäste im Lichtraum überhaupt geschnitten werden müssen, ist ein Zeichen dafür, dass zu spät mit dem Lichtraumprofilschnitt begonnen wurde. Zu empfehlen ist immer ein frühzeitiger Erziehungsschnitt beim Jungbaum mit gleichzeitigem Lichtraumprofilschnitt!

 

Jungbaumpflege- und Erziehungsschnitt
Ein bis zwei Jahre nach der Baumpflanzung kann mit einem regelmäßigen und gezielten Jungbaumschnitt die Grundlage für eine gut aufgebaute Baumkrone im Alter gelegt werden. Durch den Erziehungsschnitt bei Jungbäumen wird die Krone des Baumes so behandelt, dass Fehlentwicklungen wie Zwieselbildung von Anfang an unterbunden werden. Wir informieren Sie gern über unser Jungbaum-Pflegeangebot.

Kronenpflege
Bei einer Kronenpflege werden neben dem Totholz diejenigen Äste entnommen, welche Gefahrenpotential aufweisen. Dazu gehören reibende und sich kreuzende Äste, angebrochene Äste oder Unglücksbalken. Mit dieser vorwiegend im Fein- und Schwachastbereich durchgeführten Maßnahme sollen Fehlentwicklungen unterbunden werden. Die Kronenauslichtung hat das Ziel, durch die Entnahme gesunder Äste, eine zu starke Beschattung zu vermeiden (vor allem beim Obstbaumschnitt) oder Wurzelverluste auszugleichen, um das Kronen-Wurzel-Gleichgewicht wieder herzustellen.

Auslichtungsschnitt
Die Baumkrone wird im Feinastbereich und im Kroneninneren baumerträglich und unter Berücksichtigung der Baumart ausgelichtet. Die Krone wird dadurch transparenter, lichtdurchlässiger und bietet weniger Windangriffsfläche. Diese Schnittmassnahme muss aber verhältnismässig auf den konkreten Baum angepasst sein und darf auf keinen Fall zu stark erfolgen.

Entlastungsschnitt
Ausladende, bruchgefährdete Äste und Kronenteile werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Baumart in der Kronenperipherie so entlastet, dass die Sicherheit wieder gewährleistet ist. Es darf auf keinen Fall mehr als ein Drittel der Blattmasse eines Astes entfernt werden, da er sonst absterben könnte. Muss eine Baumkrone stärker entlastet werden, sollte dies idealerweise in Etappen über mehrere Jahre erfolgen.

Die Totholzentnahme beinhaltet nach den Richtlinien der ZTV-Baumpflege das Ausschneiden von toten und gebrochenen Ästen ab Schwachaststärke aus Gründen der Verkehrssicherheit.